Xbox 360 Slim im Test: Wie laut ist Microsofts neue Konsole wirklich?

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Xbox 360 Slim im Test: Wie laut ist Microsofts neue Konsole wirklich?

Beitrag von WaLKa am Fr 16 Jul 2010 - 14:19

Xbox 360 Slim im Test: Wie laut ist Microsofts neue Konsole wirklich?



Zur E3 im Juni ließ Microsoft die Bombe platzen und stellte die neue Xbox 360 "Slim" vor. Gerüchte gab es zu diesem Zeitpunkt bereits, aber wirklich gerechnet hat man nicht damit. Für staunende Gesichter sorgte die Ankündigung, dass Microsoft bereits zum Ende der Woche in den USA liefern konnte. In Deutschland startet der Verkauf offiziell am 16. Juli 2010. PC Games Hardware hat sich die Xbox 360 S - so nun ihr offizieller Name - genauer angeschaut und klärt die wichtigste Frage: Wie laut ist die neue Konsole von Microsoft?




Xbox 360 S: Das neue Design
Äußerlich hat sich die Xbox 360 S am deutlichsten verändert. Microsoft schrumpft die Konsole um 30 Prozent und verpasst ihr ein komplett neues, kantigeres Design. Der schwarze Klavierlack wirkt edel, ist aber natürlich anfälliger bei Staub oder Kratzern. Die Tasten On/Off und Eject sind in Touch-Ausführung, also berührungssensitiv. Es gibt keine Steckplätze mehr für die alten Memory-Units; Microsoft führte vor kurzem den Support für USB-Sticks ein. Das Kühlkonzept wurde komplett überarbeitet, was äußerlich in den Kühlkiemen auffällt. Diese leiten die Luft nach oben oder zur Seite (je nachdem, wie man seine Xbox 360 S aufstellt). Man kann nun also nichts mehr auf die Konsole stellen und sollte diesen Lüftungsloch ausreichend Raum lassen.


Xbox 360 S: Innere Werte
Das "neue, kleinere Design" der Festplatte, die nun 250 GiByte fasst, ist ein 2,5-Zoll-Modell in einer Kunststoffkiste. Diese ist austauschbar und befindet sich, über einen Schacht am Kopf erreichbar, in der Konsole. Alte Festplatten können mit dem Transfer-Kit angeschlossen werden (Microsoft wird das Kabel einzeln für 20 US-Dollar anbieten). Alternativ lassen sich Daten mit USB-Sticks übertragen. Verfügbar sind 228 GByte, denn einige Dienste beanspruchen bereits Platz: beispielsweise die Kompatibilitätssoftware für Xbox-Spiele und der Spiele-Cache. Als Festplatte kommt das 1,5-Gbps-SATA-Modell HTS545025B9SA00 von Hitachi mit einer Geschwindigkeit von 5.400 U/min und 8 MiByte Cache zum Einsatz. Dieses Modell gibt es übrigens von Hitachi auch in Größen von 120, 160, 320, 400 und 500 GiByte - reichlich Spielraum für Microsoft. Hitachi gibt das Laufwerk mit 0,55 Watt Verbrauch im Idle und 3,5 Sekunden Spin-up-time an und weist typischerweise 12 ms (read) bzw. 13 ms (write) Avarage Seek Time auf.


Grundsätzlich ändert Microsoft nichts an der Leistung der Hardware. Der IBM Power PC, mit drei realen und drei virtuellen Kernen, arbeitet immer noch mit 3,2 Gigahertz und die Xenos-GPU (500 MHz) samt Speicher (512 MiByte GDDR3, 700 MHz) wurden auch nicht schneller. Microsoft änderte das Hardwaredesign aber dahingehend, dass nun alle Komponenten auf einem Chip Platz finden (SoC). CPU, GPU und EDRAM sind auf einem einzelnen Chip, der günstiger zu produzieren und leichter zu kühlen ist. Bislang galt eine zu schlechte Kühlung der Xbox 360 als Hauptgrund für die berüchtigten und relativ häufigen Ring of Death-Ausfälle. Zudem war die Xbox 360 mit ihren zwei Lüftern kein Leisetreter. Die Xbox 360 S setzt auf nur einen Lüfter, Modell Foxconn PVA092G12P.

Auf der neuen Hauptplatine befindet sich derselbe Scaler beziehungsweise Video Encoder-Chip von Hana wie schon auf der Platine der letzten Jasper-Revision der Xbox 360. Ebenso hat sich gegenüber der Jasper-Revision beim NAND-Chip nichts getan: Noch immer verfügt die Konsole über einen SLC-NAND-Chip von Hynix mit einer Kapazität von 16 MiByte für den Kern des Betriebssystems. Eine Neuerung hat sich jedoch bei der Southbridge (SiS-Design) ergeben, die nun auch zwei SATA-Ports unterstützt. Der nun eingebaute 802.1n-WLAN-Adapter stammt von Marvell. Früher mussten die WLAN-Adapter einzeln zugekauft und an einem USB-Port angeschlossen werden, was mit rund 60 bis 70 Euro zu Buche schlug. Eine minimale Neuerung hat sich auch beim DVD-Laufwerk ergeben, das zwar immer noch von Lite-On stammt, bei welchem es sich jedoch nun um das neuere Modell DG16-D4S handelt, das deutlich leiser zu Werke geht und dabei nicht langsamer ist. Die ersten beiden Revisionen verwendeten auch Laufwerke von Toshiba/Samsung, Hitachi-LG und Philips/Lite-On (Benq).




Xbox 360 S: Mehr Konnektivität
Sinnvoll ist die Erweiterung der USB-Steckplätze, von denen Microsoft nun deren fünf bereitstellt. Praktisch in Zeiten von Gitarren, Pads und Speichermedien. Zwei dieser Ports sind weiterhin an der Front hinter einer Klappe. Die alten Videokabel sind kompatibel, HDMI ist wieder an Bord und TOS-Link direkt an der Konsole kommt hinzu. WLAN wird in b/g/n unterstützt. Der Stecker über der LAN-Buchse bietet einen direkten Anschluss für den Kinect-Sensor. Dieser liefert gleich den Strom mit. An alten Konsolen muss der Kinect-Sensor extra mit Strom versorgt werden, was ein kleines Netzteil nach sich zieht. Übrigens: Auch die neue Xbox 360 hat einen IR-Empfänger, sodass bereits vorhandene Fernbedienungen weiter genutzt werden können.

Xbox 360 S: Messwerte
Natürlich haben wir die Xbox 360 S auf den Prüfstand gestellt. Im Mittelpunkt standen vor allem Tests zur Lautheit, zur Leistungsaufnahme und zur Boot-Performance. Benchmarks lassen sich auf Microsofts Konsole nicht durchführen und in Anbetracht der Tatsache, dass Taktraten und Austattung der Chips nicht geändert wurden, dürften hier auch keine großen Unterschiede anfallen.

Xbox 360 S: Lautheit
Microsoft versprach eine deutlich gesenkte Lautstärke und dieses Versprechen halten die Redmonder bei der Xbox 360 S ein: Unsere Messungen ergaben bei dem neuen, schwarzen Modell 0,6 Sone/24 dB(A) im Idle (Abstand 0,1 Meter) und 0,9 Sone/28 dB(A) unter Last (Abstand 1,0 Meter, nicht installiertes Spiel). Damit ist die neue Xbox 360 S im Idle aus einem Meter Abstand nicht hörbar, unter Last säuselt sie leise vor sich hin. Wenn Sie ihre Spiele auf die Festplatte installieren, können Sie die Lautheit sogar noch weiter senken, weil dann das Laufwerk die Daten nicht mehr vom Medium schaufeln muss. Zum Vergleich: Unser Pro-Modell mit 20-GByte-Festplatte (Bj. 2007) lärmte mit 1,2 Sone/32 dB(A) bzw. 3,4 Sone/43 dB(A). Einen kleinen Haken hat die Sache aber dennoch: Microsoft verbaut im neuen Netzteil wieder einen Lüfter, der zwar nicht laut, aber lauter als die Konsole arbeitet. Hier hätte Microsoft, ob der gesenkten Leistungsaufnahme - dazu später mehr - , durchaus ein besseres Konzept entwickeln können, denn der kleine Quirl tönt in einem lästigen Rauschen.


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Re: Xbox 360 Slim im Test: Wie laut ist Microsofts neue Konsole wirklich?

Beitrag von pE I SnipezZ am So 22 Aug 2010 - 23:47

mhm ja stylisch is sie ja aber ob sie wirklich leiser sein wird..
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